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Impfungen |
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Vorsorge durch Impfung: nicht nur ein
Thema für Kinder! |
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Das menschliche Immunsystem hat die Aufgabe, für den
menschlichen Organismus gefährliche Stoffe wie u.a. Viren, Bakterien,
Pilze oder auch deren Gifte zu zerstören. Funktioniert dieses
Abwehrsystem nicht, erkrankt der Mensch; und der Krankheitsverlauf kann
entweder leicht, schwer oder sogar tödlich sein. |
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Impfung "täuscht" eine Erkrankung vor
Im Grunde ist eine Impfung eine Art vorgezogene Erkrankung, allerdings
mit einem kalkulierten leichten Verlauf. Impfstoffe enthalten entweder
harmlose "Verwandte" bekannter Krankheitserreger (Lebendimpfstoff) oder
(abgetötete) Teile, die keine Infektion mehr erzeugen können
(Tot-Impfstoffe). Sinnvoll ist eine solche Impfung natürlich nur, wenn
das Immunsystem ein "Gedächtnis" entwickelt. Eine Impfung, die ein
"immunologisches Gedächtnis" erzeugt, bezeichnet man auch als
Aktivimpfung, weil im Blut Antikörper gebildet werden, die Erreger
sofort abtöten. |
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In welchen Abständen sollte generell
womit geimpft werden?
Impfungen, die gegen Erkrankungen gerichtet sind, die im Inland
vorkommen, sollten konsequent bei Kindern nach dem folgenden Schema
durchgeführt werden: |
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Alter |
Impfung |
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ab Beginn 3.
Monat |
1.
Diphtherie-Pertussis-Tetanus-Haemophilus infl.(DPTHib)
1. trivalente
Poliomyelitis-Impfung (IPV)
(Eventuell
erste Hepatitis-B-Impfung, auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern) |
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ab Beginn 4. Monat |
2.
Diphtherie-Pertussis-Tetanus-Haemophilus infl.(DPTHib) |
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ab Beginn 5.
Monat |
3.
Diphtherie-Pertussis-Tetanus-Haemophilus infl.(DPTHib)
2. trivalente
Poliomyelitis-Impfung (IPV)
(Eventuell
zweite Hepatitis-B-Impfung, auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern) |
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ab Beginn
13. Monat |
4.
Diphtherie-Pertussis-Tetanus-Haemophilus infl.(DPTHib)
3. trivalente
Poliomyelitis-Impfung (IPV)
(Eventuell
dritte Hepatitis-B-Impfung, auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern) |
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ab Beginn
15. Monat |
1.
Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) |
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ab Beginn 6.
Jahr |
2.
Masern/Mumps/Röteln (MMR) und
1.
Auffrischung Diphtherie/Tetanus ( Td) |
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ab Beginn
10. Jahr |
1.
Auffrischung trivalente Poliomyelitis-Impfung (IPV) |
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11. bis 15.
Jahr |
2. Auffrischung Tetanus-Diphtherie (Td)
(Eventuell erste
Auffrischung Hepatitis B-Impfung)
(Röteln bei
ungeimpften Mädchen, ansonsten Röteln-Titer-Bestimmung und bei Bedarf
Nachimpfung) |
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Impfungen
gegen Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis sollten beim Erwachsenen
lebenslang alle 10 Jahre aufgefrischt werden. Gegen Masern, Mumps und
Röteln sind hingegen Auffrischungsimpfungen beim Erwachsenen nicht
notwendig, auch Haemophilus infl.- und Pertussis– Impfungen müssen nicht
aufgefrischt werden. |
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Wer soll wann geimpft werden?
Impfungen
sind heutzutage besonders wichtig, da bei einer deutlich geringeren
Kinderzahl in einer Familie und die dort oft noch hohen
Altersunterschiede unter den Geschwistern die Wahrscheinlichkeit
abnimmt, eine bestimmte Erkrankung bereits im Kindesalter durchzumachen.
In höherem Lebensalter nehmen solche Erkrankungen allerdings einen
weitaus komplikationsreicheren Verlauf.
Eine Impfung sollte
deshalb im Kindesalter durchgeführt und im Erwachsenenalter wiederholt
werden. |
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Welche Impfungen sind sonst noch wichtig?
Die Tuberkulose ist in den
modernen Industrienationen eine seltene Erkrankung geworden. Angesichts
der möglichen Komplikationen bei einer solchen Impfung (lokale Eiterung,
Knochenmarksentzündung, schwere Allgemeininfektion) sollten deshalb nur
Kinder geimpft werden, bei denen ein besonderes Risiko besteht
(Infektion in Familie, Unterbringung im Heim etc.).
Die FSME-Impfung bezieht
sich auf einen Erreger, der nur in bestimmten Regionen vorkommt. Die
Erkrankung wird von Zecken übertragen, aber nur ein Zeckenbiss in den
Endemiegebieten birgt die Gefahr einer Infektion. Die Impfung kann
deshalb auf Personen beschränkt werden, die in solche Gebiete reisen. Da
es auch in Europa (Österreich, Bayern, Osteuropa) Endemiegebiete gibt,
sollte man sich vor der Reise bei einem Arzt nach der Notwendigkeit der
Impfung erkundigen.
Die Grippeschutzimpfung
gehört zu den Impfungen, die am meisten mißverstanden wird. Sie
richtet sich gegen die Virusgrippe, die jedes Jahr als Epidemie auftritt
und deshalb auch jährlich erneut appliziert werden muß (es handelt sich
immer um einen neuen Erreger). Infekte der Atemwege (Schnupfen, Husten
oder Bronchialbescherden), werden zwar ebenfalls durch Viren erzeugt.
Hier hilft die "Grippeimpfung" wegen der hohen Variabilität der Erreger
jedoch nicht. Die häufige Beobachtung, daß trotz "Grippeimpfung" eine
Erkältungskrankheit aufgetreten ist, bedeutet somit nicht, daß diese
Impfung nicht hilft.
Die Impfung gegen die
Windpockenerreger oder die Pneumokokkeninfektion
kann ebenfalls auf besonders gefährdete Personen beschränkt werden
(Zustand nach Milzentfernung, Nierenerkrankungen, Zuckerkrankheit,
Herzfehler etc.), da die betreffenden Erkrankungen i.d.R. harmlos
verlaufen.
Die Meningokokkenimpfung
hat in Mitteleuropa bisher keine Bedeutung erlangt, da Infektionen
eher in Entwicklungsländern auftreten.
Eine Impfung
gegen Tollwut kann Risikogruppen (Förster,
Waldarbeiter) vorbehalten bleiben |
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Was ist bei Fernreisen zu beachten?
Der zunehmende Tourismus, dem im Grunde
genommen weltweit kaum noch natürlich Grenzen gesetzt sind, birgt
natürlich auch die Gefahr einer Infektion mit Krankheitserregern, die im
Inland nicht vorkommen. Hier spielen die Impfungen gegen Cholera,
Typhus, Gelbfieber und Hepatitis A, je nach Reiseland,
eine wichtige Rolle.
Vor jeder Fernreise sollte man seinen Arzt aufsuchen, seinen Impfstatus
überprüfen und sich einen individuellen Impfplan für die Reise
anfertigen lassen. |
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